Kongress 2019

Der nächste KritJur Kongress findet – abweichend vom ursprünglich angekündigten Termin Anfang Oktober – nun am 20./21. September 2019 im Mehringhof (Schule für Erwachsenenbildung) in Berlin statt.

Eine Einladung mit detailliertem Programm folgt.

Aktuell sind vor allem Eure Ideen für selbstorganisierte Workshops oder andere Beiträge zum Kongress gefragt – bitte schaut euch dafür den “Call for Participation” an.

Bitte merkt euch den Termin vor und streut diese Nachricht breit an alle möglicherweise Interessierten, Jurist*innen und Nicht-Jurist*innen!

Wir freuen uns über frühzeitige Anmeldungen, damit wir planen können! Dafür benutzt bitte folgendes Anmeldeformular: https://eveeno.com/287380447 (dort bitte in den „Mitteilungen an die Veranstalter*innen“ gern auch schon erste Vorschläge für Beiträge angeben, auch unverbindlich bloße Ideen oder Themen, bei denen Ihr ggf. gern mitwirken würdet)

„It’s the economy, stupid!“

Für diesen Kongress haben wir Wirtschaftsrecht im weitesten Sinne als Schwerpunkt gewählt. Aus emanzipatorischer Perspektive ist die aktuelle Wirtschaftsweise als Wurzel vieler Probleme erkennbar. Die kritische Auseinandersetzung mit dem dazugehörigen Recht ist daher ein bedeutsames Handlungsfeld für uns. Progressive Jurist*innen sind hier in vielen Bereichen aktiv und versuchen beispielsweise auf Seiten von Arbeitnehmer*innen, Mieter*innen, Privatisierungsgegner*innen, des Globalen Südens oder des Ökosystems ökonomischer Unterdrückung, Exklusion und anderen Missständen entgegenzuwirken.

Unser Kongress soll Raum bieten für die Diskussion radikaler (d.h. an der Wurzel ansetzender) Kritik, aber auch realpolitischer Strategien in den aktuellen Abwehrkämpfen gegen neoliberale Wirtschaftspolitiken. Andererseits wollen wir auch über die juristische Gestaltung transformativer Ansätze (wie commons-basierter oder Postwachstumsökonomie) und konkreter Alternativen (wie der Resozialisierung von Wohnraum oder „legal hacks“ zur Kapital- und Eigentumsneutralisierung) sprechen. Wir wollen im weiten Feld des Wirtschaftsrechts interessante Entwicklungen sichtbar machen, rechtliche Herausforderungen und Lösungsansätze erkunden und die dringend notwendige Vernetzung, den Austausch und die Kooperation von Wirtschaftsjurist*innen und anderen Interessierten unterstützen.

Der Kongress soll möglichst selbstorganisiert sein und wir hoffen auf vielfältige Beiträge der Teilnehmenden. Neben dem inhaltlichen Schwerpunkt wollen wir wie gewohnt Raum für alle „kritischen Themen“ und den generations- und berufsgruppenübergreifenden Austausch bieten.

Der Kongress ist das fünfte Vernetzungstreffen der kritischen Jurist_innen. Unsere Vernetzung stellt den Versuch dar, außerhalb der Universitäten und jenseits von Berufsgruppenorganisationen einen pluralen Zusammenhang von Jurist*innen mit rechtskritischer, radikallinker, feministischer, sozial-ökologischer o.ä. emanzipatorischer Ausrichtung aufrechzuerhalten. Es geht uns um Räume zur Reflektion über den beruflichen Alltag, zum Austausch über die Gewinnung politischer Handlungsfähigkeit in der juristischen Praxis und die Möglichkeit, gemeinsam auch nach der universitären Ausbildung in Tuchfühlung mit kritischer Theoriebildung zu bleiben.

Die Teilnahme am Kongress ist kostenfrei. Wir freuen uns über Spenden und andere Unterstützung, um unsere Kosten zu decken.

Für Rückfragen und andere Rückmeldungen sind wir erreichbar unter kritjur@posteo.de.

Werbeanzeigen